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Anjas Tagebuch

1. Tagebuch

Anjas Tagebuch, E-Book, 12+
EPub 978-3-9822748-1-2
3. Auflage

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Cover

Zum ersten Mal habe ich selbst ein Cover illustriert. Darauf ist die 14-jährige Protagonistin Anja zu sehen, wie sie an ihrem Schreibtisch sitzt und aus dem Fenster schaut. Vor ihr liegt ein aufgeschlagenes Heft, ihr Tagebuch. Eine teilweise fiktive Skyline Berlins verrät den Handlungsort der Geschichte. Die Pflanze, die aus dem kleinen Blumentopf auf Anjas Schreibtisch um das Fenster rankt, soll vermitteln, dass sich der Teenager in seiner ganz eigenen Welt befindet. Dabei ist diese Welt keine Flucht ins Fantastische. Anja setzt sich mit ihrem Dasein in der Gegenwart auseinander, bleibt dabei aber für sich. Der Stil der Illustrationen erinnert an Scherenschnitte: schwarze Silhouetten auf farbigem Hintergrund. Ich habe hier absichtlich auf detaillierte Informationen verzichtet. Wie Anja aussieht und wie ihre nähere Umgebung gestaltet ist, bleibt der Vorstellung des Lesers überlassen.

Einführung

„Anjas Tagebuch“ ist ein Tagebuchroman (20.07.2016 bis 24.07.2016) für Jugendliche und junge Erwachsene, die sich wie Anja mit dem Einfluss der digitalen Welt auf unser Leben auseinandersetzen möchten. Die 14-jährige Protagonistin möchte versuchen, mindestens fünf Tage lang ohne Smartphone und ohne soziale Medien auszukommen. Bis sie mit ihren Eltern in den Urlaub fährt. Die Zeit bis dahin verbringt Anja außerhalb der bequemen vier Wände und allein. Sie meidet Besuche bei Freunden oder Treffen in Einkaufszentren, um gar nicht erst in Versuchung zu kommen. So unternimmt sie eine Sightseeing-Tour durch Berlin, macht einen Ausflug zum Großen Müggelsee und besucht Museen, für die sie sich schon immer einmal Zeit nehmen wollte. In diesen Tagen stellt Anja fest, dass sie in Situationen gerät und zu Erkenntnissen kommt, die ihr verborgen geblieben wären, wenn sie mit gesenktem Kopf durch die Welt gegangen wäre. In ihrem Tagebuch philosophiert sie über den Einfluss der digitalen Welt auf das Verhalten der Menschen. Am Ende kommt sie zu dem Ergebnis, dass für sie folgende Regel für den Gebrauch sozialer Medien gelten soll: So wenig wie möglich, aber so viel wie nötig!

Wie in all meinen Büchern stehen auch hier soziale Themen im Fokus der Geschichte. Soziale Medien spielen in unserem Alltag mittlerweile eine große Rolle. Hinzu kommen Spiele-Apps und im Allgemeinen Apps, die unser Leben erleichtern sollen. Dabei stellt sich die berechtigte Frage, ob die digitale Welt tatsächlich nur eine unterstützende Funktion hat oder ob sie uns in eine Abhängigkeit führt, ohne die wir nicht mehr durch den Alltag kommen. Mit dieser Frage setzt sich die Protagonistin in diesem Buch auseinander.


Für wen ist „Anjas Tagebuch“ geeignet?

  • Jugendliche und junge Erwachsene, die sich mit dem Einfluss von Smartphones und sozialen Medien auf den Alltag beschäftigen möchten

  • Leserinnen und Leser, die sich für Tagebuchromane und persönliche Gedankenwelten interessieren

  • Menschen, die Geschichten über Selbstreflexion und das bewusste Erleben der eigenen Umgebung mögen

  • Leser, die sich für gesellschaftliche Fragen rund um Digitalisierung und Mediennutzung interessieren

  • Jugendliche, die erleben möchten, wie man für einige Zeit bewusst auf Smartphone und soziale Medien verzichten kann

  • Leserinnen und Leser, die Berlin und seine Sehenswürdigkeiten aus der Perspektive einer jungen Beobachterin entdecken möchten

  • Erwachsene, die sich für die Sichtweise einer jungen Generation auf die digitale Welt interessieren

  • Menschen, die nachdenkliche Geschichten über Achtsamkeit, Beobachtung und persönliche Erkenntnisse mögen

Leseprobe

Leseprobe aus Sonntag, 24.07.2016

….
Aber wie gesagt, wir hatten eine wunderbare Diskussion zu den sozialen Medien, und ich möchte hier mal die Schlussfolgerungen, die ich noch nicht vergessen habe, zusammenfassen. In zwanzig, dreißig Jahren werde ich mich dann an meine Challenge und vor allem, was ich daraus gelernt habe, erinnern können. Und sie dann vielleicht meinen Kindern zeigen, wenn ich denn welche haben werde.
1. Auf Facebook, Twitter & Co. hätte ich nie das erfahren, was ich in den letzten Tagen gelernt habe.
2. Mein soziales Netzwerk soll persönlich werden, d.h. ich verzichte ab sofort auf virtuelle Freunde.
3. Soziale Medien sind eine gute Sache.
4. Wenn man sie intelligent nutzt, gerät man in keine Abhängigkeit, sondern erfährt eine hilfreiche Unterstützung.
5. Es wird immer mehr Menschen geben, die sich verappen, d.h. sich von Apps abhängig machen, als Menschen, die auch ohne Apps durch den Alltag kommen.
6. Gute Beziehungen zu Familie und Freunde begünstigen einen klugen Umgang mit sozialen Medien und verhindern ein isoliertes Leben.
7. Die eigene Erwartungshaltung gegenüber anderen Menschen niedrig halten, denn oft wird wiederholten Gerüchten mehr Wahrheit geschenkt als Tatsachen, über die nicht so häufig geredet wird.
8. Es gilt das Prinzip des Nachahmens, d.h. was einige gut finden, das gefällt dann auch vielen anderen, z.B. Pokémon Go.
9. Je mehr Menschen Zeugen einer Prügelei werden, desto weniger fühlt sich der Einzelne verantwortlich einzugreifen. Ergo je mehr Hater es auf jemanden auf Facebook etc. abgesehen haben, desto weniger werden ihren Unmut darüber posten.
10. Wer in der realen Welt keine Wettbewerbe gewinnen kann, versucht es in der virtuellen, wie z.B. der Erste zu sein, der bei Twitter & Co. über ein Ereignis postet.
Soziale Medien finde ich toll. Ich denke aber, dass sie für bestimmte Nutzer zum Problem werden, wenn diese die Kontrolle über ihren Gebrauch verlieren. Damit mir das nicht passiert, stelle ich für mich folgende Regel auf: So wenig wie möglich, aber so viel wie nötig! Das heißt, ich werde mein Facebook-Account löschen, denn ich poste ja eh nur Fotos und keinen Text. Demnach reicht mir Instagram. Twitter war noch nie mein Ding, weil mir die Geschwindigkeit, wie dort Informationen verbreitet werden zu schnell ist.

Unverkäufliche Leseprobe des Doreen Gehrke Verlags. Die Verwendung dieser Leseprobe, ob nun auszugsweise oder in vollem Umfang, ist ohne schriftlicher Zustimmung des Doreen Gehrke Verlags urheberrechtswidrig. Auch eine Übersetzung der Leseprobe sowie die Verwendung in elektronischen Systemen ist strafbar.

Back Cover

Print-Exemplare haben neben einem Cover auch eine Abbildung auf der Rückseite des Buchs – das Backcover. Diese Illustration sollte auch bei E-Books nicht fehlen und ist in „Anjas Tagebuch” als Back Cover abrufbar. Ich habe die Abbildung im gleichen Stil wie das Cover erstellt: schwarze Silhouetten auf farbigem Hintergrund. Die Pflanze umrahmt hier sogar die gesamte Bildfläche. Symbolisch wird dabei Anjas unmittelbare Umgebung von ihr ganz ausgeschlossen. Die Szenerie erinnert an eine Situation, die im Text beschrieben ist. An einem Ferientag macht Anja mit ihrem Fahrrad einen Ausflug. In einem Park legt sie eine Pause ein und wird dort mit dem konfrontiert, was sie in ihrer Challenge meidet: das Smartphone als ständiger Begleiter und Bestimmer im Tagesgeschehen. Alles scheint wichtiger zu sein, als sich mit dem auseinanderzusetzen, was einem am nächsten ist: die eigenen Gedanken.