{"id":943,"date":"2018-07-03T06:26:21","date_gmt":"2018-07-03T05:26:21","guid":{"rendered":"http:\/\/www.doreen-gehrke-verlag.de\/?p=943"},"modified":"2020-07-10T16:10:20","modified_gmt":"2020-07-10T14:10:20","slug":"auf-dein-herz-rosa-eine-kurzgeschichte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.doreen-gehrke-verlag.de\/?p=943","title":{"rendered":"Auf dein Herz, Rosa \/ Eine Kurzgeschichte"},"content":{"rendered":"<p>[et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; _builder_version=&#8220;3.22&#8243;][et_pb_row _builder_version=&#8220;3.25&#8243; background_size=&#8220;initial&#8220; background_position=&#8220;top_left&#8220; background_repeat=&#8220;repeat&#8220;][et_pb_column type=&#8220;4_4&#8243; _builder_version=&#8220;3.25&#8243; custom_padding=&#8220;|||&#8220; custom_padding__hover=&#8220;|||&#8220;][et_pb_text _builder_version=&#8220;3.27.4&#8243; link_text_align=&#8220;justify&#8220; link_text_color=&#8220;#515151&#8243; text_orientation=&#8220;justified&#8220;]<\/p>\n<p>Mondschein f\u00e4llt silbern durch das Fenster auf sein Bett, streift den Nachttisch und legt sich auf sein Gesicht. So liegt er da, regungslos bei ruhigem Atmen und schaut zu dem im Wind tanzenden Ast, der leise aber fortw\u00e4hrend an die Fensterscheibe klopft. Das Klopfen h\u00e4lt ihn aber nicht wach. Es sind die Schuldgef\u00fchle. Sie \u00fcberkommen ihn \u2212 nicht schleichend, nicht nach und nach, sondern ganz pl\u00f6tzlich. Von der einen Sekunde zur anderen sind sie da und setzen sich in seinem Kopf fest. Er wei\u00df, er wird auch diese Nacht nicht schlafen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>\u203aAber macht es noch einen Sinn, dieses Schlafen?\u2039, fragt er sich. \u203aHabe ich nicht schon lange genug geschlafen? All die ganzen Jahre, geschlafen?\u2039<\/p>\n<p>Die T\u00fcr zum Zimmer \u00f6ffnet sich. Es ist Schwester Karin, die hereinkommt und an sein Bett tritt.<br \/> \u203aDie junge Frau ist nett\u2039, sagt er sich und schenkt ihr zum Dank sein sch\u00f6nstes L\u00e4cheln.<br \/> Schwester Karin freut sich \u00fcber diese nette Geste und sagt: \u00bbHerr Schimmel, ich w\u00fcnschte alle Patienten w\u00e4ren so h\u00f6flich wie sie. Viele behandeln uns, Schwestern, als geh\u00f6rten wir zum Inventar des Krankenhauses, das man herumsto\u00dfen kann wie man m\u00f6chte. An uns k\u00f6nne man ruhig seine Schmerzen, seinen Frust und was wei\u00df ich noch alles auslassen. Aber Sie sind nicht so, Herr Schimmel. Obwohl ich gerade Ihren vielen Verletzungen wegen Beleidigungen und Beschimpfungen ertragen k\u00f6nnte. Aber Sie, Herr Schimmel, sind ein ganz lieber.\u00ab<\/p>\n<p>Ihre Worte qu\u00e4len ihn, und er kann dieses sch\u00f6ne Gesicht nicht mehr ansehen. Er wendet seinen Blick ab, schaut zu dem im Wind tanzenden Ast und denkt: \u203aSie wei\u00df ja nicht, wie ich vorher war, als ich noch gesund war, als ich noch nicht diesen Unfall hatte, als ich meiner Frau noch Schmerzen bereitete. Und selbst jetzt, wo ich hier liege und nicht bei meiner Rosa bin, befallen Sorge und Kummer ihr Herz.\u2039<br \/> \u00bbSo, Herr Schimmel, Ihre Schmerzmittel sind jetzt aufgefrischt. Wir sehen uns dann morgen Fr\u00fch wieder. Ich w\u00fcnsche eine angenehme Nacht.\u00ab<\/p>\n<p>Er nickt.<\/p>\n<p>Die T\u00fcr zum Zimmer schlie\u00dft sich. Stille kehrt zur\u00fcck, \u00fcberflutet den kalten Raum und l\u00e4sst allein das Klopfen des im Wind tanzenden Astes gew\u00e4hren.<\/p>\n<p>\u203aEin sch\u00f6nes Ger\u00e4usch\u2039, sagt sich Herr Schimmel, und ihm fallen die vielen Klavierstunden seiner Frau wieder ein.<\/p>\n<p>Als das j\u00fcngste Kind das Haus verlassen hatte, suchte sie eine Besch\u00e4ftigung, eine Ablenkung, um nicht st\u00e4ndig an die Kinder und an das verwaiste Haus, in das sie dann mit ihrem Mann alleine lebte, denken musste. Er machte sich \u00fcber sie lustig. St\u00e4ndig tat er das. Nicht nur, wenn sie Klavier spielte, sondern auch wenn sie nicht Klavier spielte und das sogar, wenn beide bei Freunden und Verwandten eingeladen waren. Es war dem\u00fctigend. St\u00e4ndig war es das.<\/p>\n<p>\u203aSelbst dann, wenn sie etwas anderes als Klavierspielen f\u00fcr sich gefunden h\u00e4tte. Ja, ich glaube, selbst dann h\u00e4tte ich mich \u00fcber sie lustig gemacht. Ich war ihr kein guter Ehemann, vom allerersten Tage an.\u2039<br \/> Er erinnert sich an ihre Hochzeit. Beinahe drei\u00dfig Jahre ist das her. Die vielen G\u00e4ste, das gute Essen, der festlich dekorierte Saal.<\/p>\n<p>\u203aWie sch\u00f6n das damals doch war. Und Rosa war so sch\u00f6n, so wunderwundersch\u00f6n. \u00dcberall kleine R\u00f6schen auf ihrem Kleid. Ihr sch\u00f6nes, ihr so wunderwundersch\u00f6nes Kleid. Ich habe mich \u00fcber die R\u00f6schen lustig gemacht. Es w\u00e4ren zu viele, sie w\u00e4ren zu klein, sie w\u00e4ren in der falschen Farbe. Warum habe ich das nur gesagt? Sie war so sch\u00f6n, so wunderwundersch\u00f6n. Meine Rosa mit ihren R\u00f6schen.\u2039<br \/> Tr\u00e4nen rollen seinen Schl\u00e4fen entlang und fallen auf das Kissen.<\/p>\n<p>Herr Schimmel hat seine Frau zu einem Nervenb\u00fcndel gemacht. Eine Wandlung \u2212 wie von einem unb\u00e4ndig lodernden Feuer im Sturm zu einer flackernden Kerze bei leichter Brise. Wenn man ihr sagte, sie sei gar nicht mehr wiederzuerkennen, f\u00fchlte er sich best\u00e4tigt, in seinem K\u00f6nnen, in seiner Begabung, in seiner eigens hoch gesch\u00e4tzten F\u00e4higkeit, andere zu denunzieren. Irgendwann fiel ihm auf, wie \u00e4ngstlich seine Frau geworden war, wie sie bei einer blo\u00dfen Regung von ihm, nerv\u00f6s in sich zusammenzuckte. Herr Schimmel genoss ihre Angst und liebte die Kontrolle, die er \u00fcber sie hatte.<br \/> Nur einmal, ein einziges Mal kam ihm der Gedanke, es vielleicht doch \u00fcbertrieben zu haben. Es war bei der Beerdigung ihrer Mutter. Herr Schimmel hatte diese Frau gehasst, und ihr Tod verschaffte ihm eine ausgesprochen gute Laune, ja nahezu eine \u00fcbersch\u00e4umende Vorfreude auf die Dinge, die sich an diesem Tag ereignen sollten. Nach der Rede des Pfarrers und der liebevollen Worte seiner Frau, wurde der Sarg der toten Mutter nach unten in das Grab gelassen. In diesem Moment \u00fcberkam es ihm, und er spottete laut: \u00bbRosa, nur gut, dass deine Mutter nicht so dick ist wie du, sonst h\u00e4tte ich noch mehr Geld ausgeben m\u00fcssen.\u00ab Verst\u00f6rte Blicke, Kopfsch\u00fctteln, Emp\u00f6rungen, Tr\u00e4nen \u2212 das alles st\u00f6rte ihn nicht. Herr Schimmel freute sich, seine Schwiegermutter losgeworden zu sein und nur daran konnte er denken. Erst beim Traueressen, als er merkte, dass niemand mit ihm reden wollte, fragte er sich, ob er zu weit gegangen war. Er dachte sogar dar\u00fcber nach, sich zu entschuldigen. Nat\u00fcrlich nicht vor allen G\u00e4sten, aber bei seiner Frau h\u00e4tte er es wom\u00f6glich getan, wenn es denn zu einem nach seiner Einsch\u00e4tzung nach passenden Augenblick gekommen w\u00e4re.<\/p>\n<p>\u203aEs waren so viele passende Augenblicke\u2039, denkt Herr Schimmel. \u203aViel zu viele Augenblicke waren es, und ich habe sie alle vorbeiziehen lassen. Ich habe es verdient, dass Freunde und Bekannte sich abwenden und mich nicht besuchen kommen. Was sollten sie auch jetzt noch mit einem Kr\u00fcppel wie mir anfangen? Einem, der die viel zu vielen Augenblicke hat ungenutzt verstreichen lassen? Niemand w\u00fcrde es ihr verdenken, wenn sie sich den anderen anschlie\u00dfe und mir fernbliebe. Aber gerade sie bleibt bei mir, besucht mich jeden Tag, k\u00fcmmert sich um mich, t\u00e4tschelt mir die Wange, f\u00e4hrt mit ihrer warmen Hand durch mein Haar und k\u00fcsst mich. Die Schwestern sagen, die meisten Patienten w\u00fcrden mich um meine Frau beneiden. Dabei habe ich sie gar nicht verdient. Meine Rosa. Meine liebe kleine Rosa, die zu mir steht und mich liebt.\u2039<\/p>\n<p>Der im Wind tanzende Ast klopft ununterbrochen an die Fensterscheibe, spielt einen Rhythmus, spielt ihn ruhig im immer gleichen Takt.<\/p>\n<p>Sonnenschein f\u00e4llt golden durch das Fenster auf sein Bett, streift den Nachttisch und legt sich auf sein Gesicht. Seine Nase kitzelt und seine Augenlider \u00f6ffnen sich. Der Raum steht im hellen Glanz, und es scheint, als tanze die Luft im Sonnenlicht. Herr Schimmel schaut zum Fenster und zu seinem Ast, seinem im Wind tanzenden Ast. Aber keine Spur einer Regung; der Wind ist eingeschlafen. Er muss schmunzeln und denkt an seine Frau, die bestimmt bald kommen und seine Hand halten wird. Dabei h\u00e4lt sie bereits seit dem fr\u00fchen Morgen seine Hand, und als sie dann seinen Arm streichelt, bemerkt er sie und muss verlegen lachen.<\/p>\n<p>\u00bbDu hast so tief und fest geschlafen, dass es niemand gewagt hat, dich zu wecken\u00ab, sagt sie und streicht ihm \u00fcbers Haar.<\/p>\n<p>\u00bbIch habe endlich mal schlafen k\u00f6nnen. Ich dachte schon, ich h\u00e4tte vergessen, wie das geht. Sch\u00f6n, dass du wieder hier bist.\u00ab<\/p>\n<p>\u00bbIch bin gerne hier. Au\u00dferdem nerven mich die Umbauarbeiten im Haus. Bei dem L\u00e4rm kann ich sowieso kein Klavier spielen.\u00ab<\/p>\n<p>Herr Schimmel l\u00e4chelt, und ihm f\u00e4llt das Gedankenspiel der letzten Nacht ein. Seine Augen beginnen zu glitzern, und er sagt: \u00bbAls ich jung war, h\u00e4tte ich nie gedacht, jemanden so wehtun zu k\u00f6nnen wie ich dir wehgetan habe. Du hast dir bestimmt eine andere Ehe gew\u00fcnscht.\u00ab<br \/> \u00bbMach dir keine Gedanken, Schatz.\u00ab<\/p>\n<p>\u00bbIch mache mir aber Gedanken. Es muss furchtbar f\u00fcr dich gewesen sein, als du gemerkt hast, dass sich dein Superman immer mehr zu einem Tyrannen entpuppt.\u00ab<\/p>\n<p>Seine Frau l\u00e4chelt gequ\u00e4lt und stimmt ihm nickend zu. \u00bbMenschen ver\u00e4ndern sich nun mal. Denke jetzt nicht daran. Du musst dich ausruhen.\u00ab<\/p>\n<p>\u00bbNein, Rosa, ich habe mich schon viel zu lange ausgeruht. Auf dein Herz, Rosa, auf dein Herz und auf deine F\u00e4higkeit, immer alles einzustecken und auszuhalten, habe ich mich ausgeruht. All die ganzen Jahre, Rosa. Damit muss endlich Schluss sein, sonst &#8230;\u00ab<\/p>\n<p>Sie beginnt zu weinen und legt ihre Stirn auf seine Brust.<br \/> \u00bbRosa, es tut mir leid. Ich wei\u00df, ich kann es nie wiedergutmachen. Aber von heute an werde ich dir ein guter Ehemann sein.\u00ab<\/p>\n<p>Sie schaut zu ihm hoch, streicht ihm weiter \u00fcbers Haar und fl\u00fcstert mit tr\u00e4nenerstickter Stimme: \u00bbJa, ich wei\u00df. Aber denke nicht, ich w\u00fcsste den Grund f\u00fcr deine Verwandlung nicht. F\u00fcr mich tust du es nicht. Dennoch, es ist okay. Lass uns nach vorne schauen und nicht zur\u00fcck. Lass uns neu beginnen und die Vergangenheit ruhen lassen. Lass uns das Leben genie\u00dfen. Du hast jetzt gemerkt, wie schnell es vorbei sein kann.\u00ab<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Unverk\u00e4uflicher Text von Doreen Gehrke. Die Verwendung dieses Textes, ob nun auszugsweise oder in vollem Umfang, ist ohne schriftlicher Zustimmung von Doreen Gehrke urheberrechtswidrig. Auch eine \u00dcbersetzung des Textes sowie die Verwendung in elektronischen Systemen ist strafbar.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg01.met.vgwort.de\/na\/515a771de5af465d864b08d3063f611c\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" style=\"font-size: 14px;\" \/><\/p>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_button button_text=&#8220;Zur\u00fcck&#8220; _builder_version=&#8220;4.5.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; button_url=&#8220;https:\/\/www.doreen-gehrke-verlag.de\/?page_id=340&#8243; button_alignment=&#8220;left&#8220; custom_button=&#8220;on&#8220; button_text_color=&#8220;#000000&#8243; button_border_color=&#8220;#000000&#8243; box_shadow_style=&#8220;preset6&#8243; hover_enabled=&#8220;0&#8243;][\/et_pb_button][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; _builder_version=&#8220;3.22&#8243;][et_pb_row _builder_version=&#8220;3.25&#8243; background_size=&#8220;initial&#8220; background_position=&#8220;top_left&#8220; background_repeat=&#8220;repeat&#8220;][et_pb_column type=&#8220;4_4&#8243; _builder_version=&#8220;3.25&#8243; custom_padding=&#8220;|||&#8220; custom_padding__hover=&#8220;|||&#8220;][et_pb_text _builder_version=&#8220;3.27.4&#8243; link_text_align=&#8220;justify&#8220; link_text_color=&#8220;#515151&#8243; text_orientation=&#8220;justified&#8220;] Mondschein f\u00e4llt silbern durch das Fenster auf sein Bett, streift den Nachttisch und legt sich auf sein Gesicht. 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Seine Nase kitzelt und seine Augenlider \u00f6ffnen sich. Der Raum steht im hellen Glanz, und es scheint, als tanze die Luft im Sonnenlicht. Herr Schimmel schaut zum Fenster und zu seinem Ast, seinem im Wind tanzenden Ast. Aber keine Spur einer Regung; der Wind ist eingeschlafen. Er muss schmunzeln und denkt an seine Frau, die bestimmt bald kommen und seine Hand halten wird. Dabei h\u00e4lt sie bereits seit dem fr\u00fchen Morgen seine Hand, und als sie dann seinen Arm streichelt, bemerkt er sie und muss verlegen lachen.<\/p><p>\u00bbDu hast so tief und fest geschlafen, dass es niemand gewagt hat, dich zu wecken\u00ab, sagt sie und streicht ihm \u00fcbers Haar.<\/p><p>\u00bbIch habe endlich mal schlafen k\u00f6nnen. Ich dachte schon, ich h\u00e4tte vergessen, wie das geht. Sch\u00f6n, dass du wieder hier bist.\u00ab<\/p><p>\u00bbIch bin gerne hier. Au\u00dferdem nerven mich die Umbauarbeiten im Haus. Bei dem L\u00e4rm kann ich sowieso kein Klavier spielen.\u00ab<\/p><p>Herr Schimmel l\u00e4chelt, und ihm f\u00e4llt das Gedankenspiel der letzten Nacht ein. Seine Augen beginnen zu glitzern, und er sagt: \u00bbAls ich jung war, h\u00e4tte ich nie gedacht, jemanden so wehtun zu k\u00f6nnen wie ich dir wehgetan habe. Du hast dir bestimmt eine andere Ehe gew\u00fcnscht.\u00ab\u00a0<br \/>\u00bbMach dir keine Gedanken, Schatz.\u00ab<\/p><p>\u00bbIch mache mir aber Gedanken. Es muss furchtbar f\u00fcr dich gewesen sein, als du gemerkt hast, dass sich dein Superman immer mehr zu einem Tyrannen entpuppt.\u00ab<\/p><p>Seine Frau l\u00e4chelt gequ\u00e4lt und stimmt ihm nickend zu. \u00bbMenschen ver\u00e4ndern sich nun mal. Denke jetzt nicht daran. Du musst dich ausruhen.\u00ab<\/p><p>\u00bbNein, Rosa, ich habe mich schon viel zu lange ausgeruht. Auf dein Herz, Rosa, auf dein Herz und auf deine F\u00e4higkeit, immer alles einzustecken und auszuhalten, habe ich mich ausgeruht. All die ganzen Jahre, Rosa. Damit muss endlich Schluss sein, sonst ...\u00ab<\/p><p>Sie beginnt zu weinen und legt ihre Stirn auf seine Brust.<br \/>\u00bbRosa, es tut mir leid. Ich wei\u00df, ich kann es nie wiedergutmachen. Aber von heute an werde ich dir ein guter Ehemann sein.\u00ab<\/p><p>Sie schaut zu ihm hoch, streicht ihm weiter \u00fcbers Haar und fl\u00fcstert mit tr\u00e4nenerstickter Stimme: \u00bbJa, ich wei\u00df. Aber denke nicht, ich w\u00fcsste den Grund f\u00fcr deine Verwandlung nicht. F\u00fcr mich tust du es nicht. Dennoch, es ist okay. Lass uns nach vorne schauen und nicht zur\u00fcck. Lass uns neu beginnen und die Vergangenheit ruhen lassen. Lass uns das Leben genie\u00dfen. Du hast jetzt gemerkt, wie schnell es vorbei sein kann.\u00ab<\/p>","_et_gb_content_width":"","_jetpack_newsletter_access":"","_jetpack_dont_email_post_to_subs":false,"_jetpack_newsletter_tier_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paywalled_content":false,"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":"","jetpack_publicize_message":"","jetpack_publicize_feature_enabled":true,"jetpack_social_post_already_shared":true,"jetpack_social_options":{"image_generator_settings":{"template":"highway","default_image_id":0,"font":"","enabled":false},"version":2},"jetpack_post_was_ever_published":false},"categories":[42],"tags":[49],"class_list":["post-943","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-texte","tag-texte"],"acf":[],"jetpack_publicize_connections":[],"jetpack_featured_media_url":"","jetpack_sharing_enabled":true,"jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p9Ec4h-fd","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.doreen-gehrke-verlag.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/943","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.doreen-gehrke-verlag.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.doreen-gehrke-verlag.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.doreen-gehrke-verlag.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.doreen-gehrke-verlag.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=943"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.doreen-gehrke-verlag.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/943\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4503,"href":"https:\/\/www.doreen-gehrke-verlag.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/943\/revisions\/4503"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.doreen-gehrke-verlag.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=943"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.doreen-gehrke-verlag.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=943"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.doreen-gehrke-verlag.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=943"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}