{"id":2157,"date":"2018-12-09T08:15:51","date_gmt":"2018-12-09T06:15:51","guid":{"rendered":"https:\/\/www.doreen-gehrke-verlag.de\/?p=2157"},"modified":"2020-07-10T14:03:58","modified_gmt":"2020-07-10T12:03:58","slug":"grossmutter-lass-sterne-auf-mich-regnen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.doreen-gehrke-verlag.de\/?p=2157","title":{"rendered":"Gro\u00dfmutter, lass Sterne auf mich regnen"},"content":{"rendered":"<p>[et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; _builder_version=&#8220;3.22&#8243;][et_pb_row _builder_version=&#8220;3.25&#8243; background_size=&#8220;initial&#8220; background_position=&#8220;top_left&#8220; background_repeat=&#8220;repeat&#8220;][et_pb_column type=&#8220;4_4&#8243; _builder_version=&#8220;3.25&#8243; custom_padding=&#8220;|||&#8220; custom_padding__hover=&#8220;|||&#8220;][et_pb_text _builder_version=&#8220;3.27.4&#8243; link_text_align=&#8220;justify&#8220; link_text_color=&#8220;#515151&#8243; text_orientation=&#8220;justified&#8220;]<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 14px;\">Im Zauber des zweiten Advents,<\/span><\/p>\n<p>sagt das Lichtlein,<\/p>\n<p>das f\u00fcr mich brennt,<\/p>\n<p>Du wirst sehen, es wird wieder kein sch\u00f6ner Tag,<\/p>\n<p>Mama und Papa gehen nicht mit dir zum Weihnachtsmarkt. \u00a0<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ich sage, ich wei\u00df. \u00a0<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Aber einsam und allein<\/p>\n<p>will ich nicht mehr sein. \u00a0<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ich schleich mich hinaus,<\/p>\n<p>ganz leis, ganz besonnen,<\/p>\n<p>schleich ich mich hinaus. \u00a0<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Musik, die Ger\u00fcche, die Lichter,<\/p>\n<p>ich schaue in vielbesch\u00e4ftigte Gesichter. \u00a0<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Niemand sieht mich,<\/p>\n<p>ich gehe nicht an meines Vaters Hand. \u00a0<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ich gehe, ich gehe, ich gehe ganz gem\u00fctlich voran.<\/p>\n<p>Niemand zieht mich, niemand zieht mich, niemand zieht mich an meiner Hand. \u00a0<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Dann, die Weihnachtsb\u00fchne ist erreicht,<\/p>\n<p>und ich sehe, wie der Weihnachtsmann \u00fcber die Haare der Kinder streicht.<\/p>\n<p>Sie singen, sie sprechen Gedichte &#8211;<\/p>\n<p>Was f\u00fcr eine sch\u00f6ne Geschichte. \u00a0<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Sprachlos, erstaunt und gespannt,<\/p>\n<p>sehe ich zum allerersten Mal den Weihnachtsmann.<\/p>\n<p>Stehe abseits an der n\u00e4chsten H\u00e4userwand,<\/p>\n<p>krall mich ans Gestein, so fest wie ich kann. \u00a0<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Kinder bekommen Geschenke,<\/p>\n<p>f\u00fcr jedes eins,<\/p>\n<p>und ich stelle mit vor,<\/p>\n<p>eins w\u00e4re meins. \u00a0<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Aber ich bin gl\u00fccklich, ich bin hier,<\/p>\n<p>merke nicht mehr, wie ich frier. \u00a0<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Angst hat sich gelegt, aber die Nacht wird bitter,<\/p>\n<p>merke nicht mehr, wie ich zittere. \u00a0<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Mein Blick geht zum Weihnachtsbaum und seinem Stern.<\/p>\n<p>Ich sage, Gro\u00dfmutter, ich habe dich so gern. \u00a0<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Es f\u00e4llt Schnee, er f\u00e4llt weich.<\/p>\n<p>Weihnachtsbaum, lass mich unter dein Kleid &#8211;<\/p>\n<p>Solange, solange wie es noch schneit. \u00a0<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Lass mich hier, lass mich verweilen,<\/p>\n<p>denn ich will mich schlafen legen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Gro\u00dfmutter, lass Sterne auf mich regnen. \u00a0<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Nacht so kalt und so wahr.<\/p>\n<p>Das war es mir wert, ich war da. \u00a0 \u00a0<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Unverk\u00e4ufliches Gedicht von Doreen Gehrke. Die Verwendung dieses Gedichts, ob nun auszugsweise oder in vollem Umfang, ist ohne schriftlicher Zustimmung von Doreen Gehrke urheberrechtswidrig. Auch eine \u00dcbersetzung des Gedichts sowie die Verwendung in elektronischen Systemen ist strafbar. <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg01.met.vgwort.de\/na\/88f4f7fd86cc458db25ecc93635c87ac\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" \/><\/p>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; _builder_version=&#8220;3.22&#8243;][et_pb_row _builder_version=&#8220;3.25&#8243; background_size=&#8220;initial&#8220; background_position=&#8220;top_left&#8220; background_repeat=&#8220;repeat&#8220;][et_pb_column type=&#8220;4_4&#8243; _builder_version=&#8220;3.25&#8243; custom_padding=&#8220;|||&#8220; custom_padding__hover=&#8220;|||&#8220;][et_pb_text _builder_version=&#8220;3.27.4&#8243; link_text_align=&#8220;justify&#8220; link_text_color=&#8220;#515151&#8243; text_orientation=&#8220;justified&#8220;] Im Zauber des zweiten Advents, sagt das Lichtlein, das f\u00fcr mich brennt, Du wirst sehen, es wird wieder kein sch\u00f6ner Tag, Mama und Papa gehen nicht mit dir zum Weihnachtsmarkt. \u00a0 &nbsp; Ich sage, ich wei\u00df. \u00a0 &nbsp; Aber einsam [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_et_pb_use_builder":"on","_et_pb_old_content":"<p><strong>Gro\u00dfmutter, lass Sterne auf mich regnen<\/strong><\/p><p>\u00a0<\/p><p>Im Zauber des zweiten Advents,<\/p><p>Sagt das Lichtlein, das f\u00fcr mich brennt,<\/p><p>Du wirst sehen, es wird wieder kein sch\u00f6ner Tag,<\/p><p>Mama und Papa gehen nicht mit dir zum Weihnachtsmarkt.<\/p><p>\u00a0<\/p><p>Ich sage, ich wei\u00df.<\/p><p>\u00a0<\/p><p>Aber einsam und allein<\/p><p>Will ich nicht mehr sein.<\/p><p>\u00a0<\/p><p>Ich schleich mich hinaus,<\/p><p>Ganz leis, ganz besonnen,<\/p><p>Schleich ich mich hinaus.<\/p><p>\u00a0<\/p><p>Die Musik, die Ger\u00fcche, die Lichter,<\/p><p>Ich schaue in vielbesch\u00e4ftigte Gesichter.<\/p><p>\u00a0<\/p><p>Niemand sieht mich,<\/p><p>Ich gehe nicht an meines Vaters Hand.<\/p><p>\u00a0<\/p><p>Ich gehe, ich gehe, ich gehe ganz gem\u00fctlich voran.<\/p><p>Niemand zieht mich, niemand zieht mich, niemand zieht mich an meiner Hand.<\/p><p>\u00a0<\/p><p>Dann, die Weihnachtsb\u00fchne ist erreicht, und ich sehe,<\/p><p>wie der Weihnachtsmann \u00fcber die Haare der Kinder streicht.<\/p><p>Sie singen, sie sprechen Gedichte -<\/p><p>Was f\u00fcr eine sch\u00f6ne Geschichte.<\/p><p>\u00a0<\/p><p>Sprachlos, erstaunt und gespannt,<\/p><p>Sehe ich zum allerersten Mal den Weihnachtsmann.<\/p><p>Stehe abseits an der n\u00e4chsten H\u00e4userwand,<\/p><p>Krall mich ans Gestein, so fest wie ich kann.<\/p><p>\u00a0<\/p><p>Die Kinder bekommen Geschenke,<\/p><p>F\u00fcr jedes eins,<\/p><p>Und ich stelle mit vor, eins w\u00e4re meins.<\/p><p>\u00a0<\/p><p>Aber ich bin gl\u00fccklich, ich bin hier,<\/p><p>Merke nicht mehr, wie ich frier.<\/p><p>\u00a0<\/p><p>Die Angst hat sich gelegt, aber die Nacht wird bitter,<\/p><p>Merke nicht mehr, wie ich zittere.<\/p><p>\u00a0<\/p><p>Mein Blick geht zum Weihnachtsbaum und seinem Stern.<\/p><p>Ich sage, Gro\u00dfmutter, ich habe dich so gern.<\/p><p>\u00a0<\/p><p>Es f\u00e4llt Schnee, er f\u00e4llt weich.<\/p><p>Weihnachtsbaum, lass mich unter dein Kleid,<\/p><p>Solange, solange wie es noch schneit.<\/p><p>\u00a0<\/p><p>Lass mich hier, lass mich verweilen,<\/p><p>Ich will mich schlafen legen.<\/p><p>\u00a0<\/p><p>Gro\u00dfmutter, lass Sterne auf mich regnen.<\/p><p>\u00a0<\/p><p>Die Nacht so kalt und so wahr,<\/p><p>Das war es mir wert, ich war da.<\/p><p>\u00a0<\/p><p>\u00a0<\/p><p>Unverk\u00e4ufliches Gedicht von Doreen Gehrke. 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